
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Übersicht über die Blogartikel, in denen die Geschichten vorgestellt werden
III. Lust, über den Blogartikel zu reden?

I. Einleitung
Ich interessiere mich nicht nur für aktuelle Vampirbücher, sondern auch für die Entwicklung der Vampirliteratur. Ein besonderes Faible habe ich für Vampirgeschichten, die älter als Bram Stokers „Dracula“ (1897) sind. In meiner Blogreihe „Die Vampirliteratur im 19. Jahrhundert“ stelle ich dir die mir bekannten Geschichten aus dem Zeitraum 1800 bis 1899 vor.
Übersicht (Einleitung)
- Umfang der Übersicht: Welche Geschichten sind enthalten?
- Vampire vs. vampirähnliche Wesen, Oder: Ist das überhaupt noch eine Vampirgeschichte?
- “Alt” statt “noch heute von Bedeutung”: Was ich unter Klassiker verstehe
- Hinweis zu Inhalts-Spoilern & Inhaltswarnungen
- Ausgaben und Sekundärliteratur sowie freie Zugänglichkeit der Texte aufgrund abgelaufenes Urheberrechts
- Hier ist die Übersicht. Wo bleiben die Details?
weiter zur II. Übersicht über die Blogartikel, in denen die Geschichten vorgestellt werden.
1. Umfang der Übersicht: Welche Geschichten sind enthalten?
In diesem Beitrag stelle ich dir alle mir bekannten Geschichten vor, die in Anthologien oder Fachartikeln als Vampirgeschichten bzw. Geschichten mit Vampirbezug bezeichnet werden.
Dabei beschränke ich mich auf Geschichten
- die während des Zeitraums 1800 bis 1899 veröffentlicht wurden, und die
- entweder in deutscher oder englischer Sprache verfasst, oder seitdem in diese übersetzt wurden.
Gedichte1 , Theaterstücke/Opern2 , Essays3 , Balladen4 , Sachbücher/Fachartikel5 und Ähnliches6 werden in diesem Beitrag nicht berücksichtigt. Darüber wird es zukünftig irgendwann gesonderten Blogartikel geben. Ebenso über (literarische) Werke, die vor 1800 veröffentlicht wurden.7
Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ich weitere Vampirgeschichten entdecke, die unter die zuvor angeführten Kriterien fallen, werde ich sie ergänzen. Falls dir Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert bekannt sind, die in meiner Übersicht noch nicht angeführt sind, lass es mich bitte wissen.
In welcher Reihenfolge sind die Geschichten sortiert?
Die Sortierung der Geschichten erfolgt in chronologischer Reihenfolge des Jahres der Erstveröffentlichung. Sofern mir Informationen über das genaue Veröffentlichungsdatum vorliegen, sortiere ich die Geschichten auch innerhalb des jeweiligen Jahres chronologisch nach Veröffentlichungsdatum. Ansonsten sagt bei gleichem Veröffentlichungsjahr (ohne weitere Angaben zu Veröffentlichungsmonat bzw. -tag) die Reihenfolge, in der ich die Geschichten anführe, nichts darüber aus, welche Geschichte zuerst veröffentlicht wurde.
Die mir vorliegenden Informationen zur Erstveröffentlichung findest du direkt in den Überschriften der Geschichten.
2. Vampire vs. vampirähnliche Wesen, Oder: Ist das überhaupt noch eine Vampirgeschichte?
Während in manchen vorgestellten Geschichten Vampire ausdrücklich als solche bezeichnet werden, wird in anderen Geschichten der Begriff “Vampir” nicht verwendet. Manche Vampire entsprechen unserer heutigen Vorstellung literarischer Vampire, andere sind an den mythologischen Vampir angelehnt. Manche der Geschichten enthalten vampirähnliche Wesen oder nehmen auf sonstige Weise auf Vampirismus Bezug. In ein paar der Geschichten haben die vorkommenden Wesen – obwohl die Geschichten in Vampir-Anthologien oder Fachliteratur über die Entwicklung der Vampirliteratur erwähnt werden – kaum mehr etwas mit Vampiren gemein, wie wir sie kennen oder muss man schon sehr viel in eine Geschichte hineininterpretieren, um irgendeinen Vampirismusbezug herauslesen zu können. Ich habe überlegt, ob ich Geschichten mit zu vagem Vampirismusbezug aus der Übersicht heraus nehme, mich dann aber dazu entschieden, alle Geschichten, die in Vampir-Anthologien oder Sachbücher als Geschichten mit Vampirismusbezug interpretiert werden, zu übernehmen und nur in den Anmerkungen zu den jeweiligen Geschichten anzuführen, wenn mir die Interpretation als Vampirgeschichte zu weit geht.
In der Mythologie gibt es neben Vampiren noch eine Vielzahl anderer Kreaturen, die Ähnlichkeiten mit Vampiren haben (zB sind sie ebenfalls Wiedergänger oder trinken ebenfalls Blut). Einige dieser Kreaturen sind viel älter als Vampire und werden häufig als Vorläufer von Vampiren angesehen (wie zB die Lamien aus der griechischen Mythologie).8 In den vorgestellten Geschichten kommt es manchmal vor, dass die Eigenschaften derartiger “verwandter” Kreaturen mit Eigenschaften von Vampiren vermischt werden oder dass Geschichten über diese Wesen aufgrund ihrer Ähnlichkeiten mit Vampiren in Vampir-Anthologien übernommen bzw. die Wesen unter den Überbegriff “Vampire” subsumiert werden. Sobald ich dafür Zeit habe, werde ich vampirähnliche Wesen der Mythologie in gesonderten Blogartikeln vorstellen.
Soweit ich die vorgestellten Geschichten bereits gelesen habe oder sich diese Informationen aus Inhaltszusammenfassungen oder anderen Artikeln ergibt, gebe ich bei den einzelnen Geschichten unter “Anmerkungen” an, um welche Art von Vampir oder vampirähnlichem Wesen es sich handelt (zB Lebensenergie saugende Geister, von den Toten auferstandene Hexen, Nachzehrer, Strigen, vampirische Pflanzen/Tiere, etc), bzw. auf welche andere Weise auf Vampirismus Bezug genommen wird (zB Angst vor Vampiren, ohne dass Vampire in der Geschichte vorkommen).
Ob du auch die Geschichten mit nur sehr vagem Vampirbezug als Vampirgeschichten ansiehst oder nicht, musst du selbst entscheiden. Mir ist es bei dieser Übersicht wichtig, möglichst alle Geschichten zu nennen, die in Anthologien/Fachartikeln/etc als Vampirgeschichten bzw. Vorläufer moderner Vampirgeschichten interpretiert werden. Diese Vollständigkeit hat den großen Vorteil, dass du, wenn du eine Anthologie mit Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert findest und überlegst, ob du sie kaufen sollst, anhand dieser Übersicht herausfinden kannst, wie nahe die in der Anthologie enthaltenen Geschichten an deiner Vorstellung von Vampirgeschichten sind.
Wenn ich irgendwann alle Geschichten gelesen habe, werde ich in einem eigenen Blogartikel eine genauere Unterteilung sämtlicher Geschichten in unterschiedliche Kategorien (Vampire, vampirische Geister, vampirische Hexen, vampirische Pflanzen, vampirische Gegenstände, vorgetäuschte Vampire, psychischer Vampirismus, etc.) vornehmen.
Zeichenerklärung
Bei den Titeln der vorgestellten Geschichten sind neben Autor*innen-Name, Buch-/Geschichtentitel und Datum der Erstveröffentlichung am Ende in eckiger Klammer folgende Kürzel angegeben:
- [V], [A], [X] oder [?]
- [g] oder [u]
Mit [V] markiere ich Geschichten, in denen körperliche oder unkörperliche Wesen als Vampire bezeichnet werden, Kreaturen ihren Opfern Blut aussaugen oder Lebensenergie entziehen, um sich selbst zu stärken, oder die sonst einen starken Vampirismusbezug aufweisen. Mit [A] markiere ich Geschichten, bei denen der Vampirismusbezug vager ist. Die Grenze zwischen [V] und [A] ist natürlich schwimmend und bei einigen Geschichten kann man diskutieren, ob sie besser in die eine oder doch in die andere Kategorie passen. Mein Ziel ist es nicht, die Geschichten in bestimmte Schubladen zu pressen, sondern dir einen ersten Eindruck zu geben, ob die Geschichte einen stärkeren oder schwächeren Vampirismusbezug hat.
Wenn eine Geschichte zwar in irgendeiner Vampir-Anthologie oder einem Fachartikel als Geschichte mit Vampirismusbezug interpretiert wird, mir diese Interpretation jedoch zu weit geht, markiere ich sie mit [X].
Wenn ich mir nicht sicher über den Inhalt bin, da ich die Geschichte nicht gelesen habe und die gefundenen Inhalts-Zusammenfassungen nicht eindeutig sind, gibt es ein [?].
Die Kürzel [g] für “gelesen” und [u] für “ungelesen” sind in erster Linie für mich, damit ich auf den ersten Blick sehe, welche Geschichten ich noch lesen “muss”. Dir verraten diese Kürzel, bei welchen Geschichten die Infos zum Inhalt – und somit auch zur Entscheidung der Zuordnung zu [V] und [A] – direkt von mir stammen und bei welchen Geschichten ich diesbezüglich auf Informationen von anderen Leser*innen zurückgreifen musste.
3. “Alt” statt “noch heute von Bedeutung”: Was ich unter Klassiker verstehe
Wenn ich von “Vampirklassiker” spreche, meine ich dies im Sinne von “alt” statt im Sinne von “noch heute von Bedeutung”. Soll heißen: Für mich sind alle Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert “Vampirklassiker”, egal wie unbedeutend sie aus literaturhistorischer Sicht sind. Dass dies nicht der allgemein anerkannten Definition an “Literaturklassiker” entspricht, ist mir bewusst, aber egal.
Die Geschichten mit dem größten Einfluß auf die Vampirliteratur sind natürlich John Polidoris “The Vampyre” aus 1819, Sheridan Le Fanus “Carmilla” aus 1871/1872 und Bram Stokers “Dracula” aus 1897.
Aber wie langweilig wäre es, immer nur die Geschichten zu lesen, die eh jeder kennt! Da macht es doch viel mehr Spaß, zu schauen, was es alles abseits des “Vampirklassiker-Mainstreams” zu entdecken gibt.
4. Hinweis zu Inhalts-Spoilern & Inhaltswarnungen
Bei Rezensionen zu aktuellen Büchern achte ich stets darauf, dass diese keine Spoiler enthalten. In den Vorstellungen der Vampirklassiker im Rahmen dieser Blogreihe gehe ich teilweise auf Besonderheiten der Geschichten ein, die den Verlauf der Handlung vorwegnehmen. Damit du selber entscheiden kannst, ob du dich beim Lesen der Geschichten überraschen lassen willst, oder bereits jetzt mehr über den Inhalt der Geschichten erfahren willst, teile ich die Informationen über die einzelnen Vampirgeschichten in mehrere Abschnitte:
- Die Abschnitte “Kurzinhalt” und “Meine Ausgaben” bzw. “Meine Ausgaben und Sekundärliteratur” sind spoilerfrei.
- Der Abschnitt “Anmerkungen” kann Spoiler enthalten.
Nicht bei allen Büchern sind alle diese Abschnitte vorhanden. Wenn ich eine Geschichte noch nicht gelesen und keine zufriedenstellende Inhaltsangabe zu ihr online gefunden habe, fehlt beispielsweise der Abschnitt “Kurzinhalt”. Wenn ich die Geschichte zukünftig gelesen habe, werde ich den Kurzinhalt selbstverständlich ergänzen. Wenn ich keine Ausgaben der Bücher bzw. Anthologien, in denen die Geschichte enthalten ist, vorliegen habe (beispielsweise, weil ich die Geschichte in einem Online-Archiv gelesen habe), entfällt logischerweise der entsprechende Abschnitt.
Da ich noch nicht alle Geschichten gelesen habe, habe ich mich ausserdem dagegen entschieden, in diesem Artikel Inhaltswarnungen zu in den Geschichten vorkommenden potentiellen Triggerthemen anzuführen. Schließlich wären diese Warnhinweise unvollständig und könnte fälschlicherweise der Eindruck erweckt werden, Geschichten ohne Inhaltswarnung (da ich sie noch nicht gelesen habe) enthalten keine Triggerthemen. Wenn es Themen gibt, über die du nicht lesen möchtest, erkunde dich somit bitte vor dem Lesen, ob sie in einem der hier vorgestellten Klassiker enthalten sind. Nur weil die Geschichten alt sind, heißt das nicht, dass sie keine sensiblen Themen behandeln.
„Nebenwirkungen“ alter Texte
Was weiters zu beachten ist: Es handelt sich um Geschichten aus dem 19. Jahrhundert. Diese müssen selbstverständlich in ihrem historischen Kontext betrachtet werden. Der Umgang mit problematischen Themen war damals leider noch nicht so reflektierend wie heute, so dass einige Geschichten rassistische, antisemitische, ableistische, homophobe, misogyne oder andere problematische Aspekte enthalten. In den Detailvorstellungen der einzelnen Geschichten werde ich bei den jeweiligen Geschichten näher auf allfällige derartige Problematiken eingehen.
Autor*innen, die Vampirgeschichten schreiben sowie Künstler*innen, die Vampire auf andere Weise umsetzen, empfehle ich, sich mit diesen Problematiken (welche teilweise leider stark mit dem Vampirmythos verbunden sind) näher auseinanderzusetzen, um die unbewusste Übernahme diskriminierender Stereotype zu vermeiden.
5. Ausgaben und Sekundärliteratur sowie freie Zugänglichkeit der Texte aufgrund abgelaufenes Urheberrechts
Ich führe unter “Ausgaben” und “Sekundärliteratur” nur jene Bücher an, die ich selber kenne.9 Selbstverständlich gibt es in allen Fällen auch noch viele andere Ausgaben und massenhaft Sekundärliteratur. Ältere Bücher, die nicht mehr im regulären Buchhandel verfügbar sind, findest du häufig in Bibliotheken. Da das Urheberrecht der vorgestellten Vampirgeschichten längst abgelaufen ist, sind diese weiters in vielen frei zugänglichen Online-Sammlungen urheberrechtsfreier Texte enthalten, wo du die Originaltexte gratis lesen kannst.
Dass das Urheberrecht der Werke abgelaufen ist, hat noch andere Auswirkungen: Jede*r kann die Texte übernehmen und als Buch veröffentlichen.10 Und wenn man sich die Anzahl von Veröffentlichungen hinsichtlich mancher Klassiker ansieht, machen davon viele Menschen Gebrauch. In der Masse gibt es aber neben sehr viel guter Qualität leider auch eine Menge schlechter Qualität. Daher mein Tipp: Kauf nicht blindlings die erstbeste Ausgabe, sondern informiere dich vor dem Kauf darüber, wie die Ausgabe/Anthologie von der Fachpresse und Expert*innen beurteilt wird und wer hinter der Ausgabe/Anthologie steckt bzw. über welche Qualifikation Herausgeber*innen/Übersetzer*innen verfügen. Gerade in Zeiten von KI geht es noch schneller und einfacher als bisher, ein qualitativ minderwertiges oder gar fehlerhaftes Buch auf den Markt zu hauen. Und nein, Sternebewertungen auf Verkaufsplattformen sagen nichts über die Qualität eines Buches aus.
Hinweis zu den Zitaten/Quellenangaben in Fußnoten
Das Buch “Andrew Barger [Hrsg], The Best Vampire Stories 1800-1849, Bottletree Classics (2012)” zitiere ich nach dem Ebook. Die Taschenbuchausgabe hat jedoch, wie ich festgestellt habe, eine andere Seitenaufteilung. Es ist durchaus möglich, dass die Seitenzahlen auch bei anderen Büchern von Ausgabenformat zu Ausgabenformat variieren. Bei so vielen Fußnoten, wie ich in meinen Artikeln habe, ist weiters nicht auszuschließen, dass sich bei Quellenangaben mal ein Zahlendreher einschleicht. Wenn dir ein solcher auffällt, lass es mich bitte wissen,
Soweit es öffentlich zugängliche Scans von Originalausgaben gibt, habe ich die Erstveröffentlichungsdaten anhand dieser überprüft. Bei Ausgaben, von denen ich online keine frei zugänglichen Scans der Originale gefunden habe, habe ich die Daten anhand von Sekundärliteratur gegengecheckt. Aus Fußnoten zu den Veröffentlichungsdaten ist die Art meiner Überprüfung durch folgende Anmerkungen ersichtlich: “[verifiziert/Original]” bzw. “[verifiziert/Sekundärliteratur]”
Veraltete Informationen und Chaos um Urheberschaft und Erstveröffentlichung
Einige der vorgestellten Geschichten wurden anonym veröffentlicht und erst im Nachhinein der oder die Autor*in ausfindig gemacht. In Einzelfällen ist die Urheberschaft bis heute umstritten. Wenn Autor*innen erst sehr viel später ausfindig gemacht werden konnten, enthalten Ausgaben bzw. Anthologien, die davor veröffentlicht wurden, logischerweise veraltete Angaben. Bei umstrittener Urheberschaft wird von den Herausgeber*innen der Anthologien/Ausgaben oftmals jene Person als Autor*in genannt, die für sie aufgrund der ihnen vorliegenden Fachliteratur der wahrscheinlichste Urheber ist, was wiederum zu widersprüchlichen Informationen in unterschiedlichen Anthologien/Ausgaben führen kann, insbesondere wenn der Hinweis auf die historische Unsicherheit der Urheberschaft fehlt.
Bei Erstveröffentlichungsdaten kann es ebenfalls vorkommen, dass im Nachhinein ältere Ausgaben gefunden werden. Auch in diesem Fall sind Angaben in Anthologien, die vor der Entdeckung veröffentlicht wurden, veraltet. Hinzu kommt, dass Recherchen heutzutage aufgrund der Digitalisierung vieler Archive einfacher sind als vor mehreren Jahrzehnten. Früher konnten Informationen oftmals nicht gefunden werden, wenn man nicht direkten örtlichen Zugang zum jeweiligen Archiv hatte.
Umgekehrt kann es sein, dass sich Angaben aus älteren Anthologien/Ausgaben im Nachhinein nur schwer oder gar nicht verifizieren lassen. Beispielsweise, weil die Informationen aus nicht digitalisierten, regionalen Bibliotheksarchiven stammen, in die man nur vor Ort Einsicht nehmen kann oder weil die Quellenangaben unvollständig sind und die Herausgeber*innen der Anthologie/Ausgaben bereits verstorben sind, so dass es keine Möglichkeit mehr gibt, nachzufragen, woher zum Teufel die Person die angeblichen Informationen hat.
Veraltete Informationen sind mir auch bei manchen der mir vorliegenden Anthologien aufgefallen. Die entsprechenden Korrekturen führe ich direkt bei der jeweiligen Geschichte an. Wenn ich die Anthologien rezensiere, weise ich in den Rezensionen natürlich ebenfalls auf entdeckte, aus heutiger Sicht falsche Angaben hin.
Wenn Bücher mit veralteten Angaben ohne erfolgte Zweitkontrolle zitiert werden, finden derartige veraltete und somit aus heutiger Sicht falsche Informationen auch manchmal ihren Weg in aktuelle Texte. Umso wichtiger ist es, sich im Rahmen von Recherchen nicht auf eine Quelle zu verlassen und immer sämtliche Informationen gegenzuchecken.
In der Regel bezeichnet “Veröffentlichungsjahr” das im jeweiligen Buch genannte Veröffentlichungsjahr. In Einzelfällen ergibt sich aus anderen historischen Dokumenten, dass die tatsächliche Veröffentlichung wahrscheinlich von diesem im Buch angeführten Datum abweicht (Meist bei Veröffentlichungen um das Jahresende, es handelt sich somit um irrelevante Abweichungen von maximal ein paar Monaten). Ich habe nicht gezielt nach solchen Abweichungen gesucht, aber wenn ich aufgrund widersprüchlicher Angaben in der Sekundärliteratur auf solche Abweichungen aufmerksam geworden bin, habe ich bei den jeweiligen Büchern darauf hingewiesen.
Meine Rezensionen zu den zitierten Ausgaben und Sekundärliteratur
Zu den bei den einzelnen Vampirklassikern unter “Ausgaben und Sekundärliteratur” angeführten Sachbüchern und ein paar der angeführten Ausgaben habe ich auf meinem Blog bereits Rezensionen veröffentlicht. In den Rezensionen erfährst du auch, welche Bücher im regulären Buchhandel erhältlich sind und welche vergriffen sind, so dass du sie nur noch gebraucht kaufen (ode natürlich in einer Bibliothek ausborgen) kannst. Hier die Links direkt zu den Rezensionen:
- Dieter Sturm/Klaus Völker [Hrsg], Von denen Vampiren (Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1994): zur Rezension
- Erwin Jänsch, Das Vampir-Lexikon, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. (April 2000): zur Rezension
- Rainer M. Köppl, Der Vampir sind wir, Residenz Verlag (2010): zur Rezension
- Angelika Schoder, Blutsaugerinnen und Femmes Fatales, UBooks-Verlag (2009): zur Rezension
- Martin Greenberg/Charles G. Waugh [Hrsg], Vampire – 16x Grauen mit Frauen, Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co (1988): zur Rezension
- Cäcilia Glachs, The Threat of the Lesbian Vampire, Akademikerverlag (2014): zur Rezension
Zu den anderen in dieser Blogreihe genannten Ausgaben und Anthologien werde ich noch Rezensionen schreiben und diese dann ebenfalls hier verlinken.
6. Hier ist die Übersicht. Wo bleiben die Details?
Ursprünglich hatte ich vor, einen einzigen Blogartikel zu schreiben, in dem ich alle Vampirgeschichten im Details vorstelle. Doch je mehr ich recherchierte, desto mehr Vampirgeschichten entdeckte ich. Daher werden es nun zwei umfangreiche Blogartikel-Reihen:
- In der vorliegenden Blogreihe “Die Vampirliteratur im 19. Jahrhundert” gebe ich – aufgeteilt auf mehrere Blogartikel – eine Übersicht über alle Geschichten, welche die unter Punkt 1 genannten Kriterien erfüllen. Die Artikel gehen Stück für Stück (beginnend bei den ältesten Geschichten) im Laufe der nächsten Monate online.
- Wenn die Übersichts-Reihe fertig ist, starte ich eine zweite Blogartikel-Reihe, in der ich die einzelnen Geschichten in jeweils gesonderten Blogartikeln im Detail vorstelle und analysiere. Dort werde ich auch im Detail darauf eingehen, wie mir die einzelnen Geschichten gefallen. Bis alle Geschichten einen eigenen Detail-Blogartikel erhalten haben, wird es sicher einige Jahre dauern. Aber jedes Mal, wenn ein solcher Artikel fertig und am Blog veröffentlicht ist, werde ich in den Übersichts-Artikeln bei der jeweiligen Geschichte auf diesen Detail-Blogartikel verlinken.
Daneben wird es immer wieder Blogartikel geben, in denen ich die Geschichten nach unterschiedlichen Kriterien zusammenfasse (zB Vampirgeschichten mit Vampirinnen, humorvolle Vampirgeschichten, etc.).

II. Übersicht über die Blogartikel, in denen die Geschichten vorgestellt werden
Aufgrund der großen Anzahl der Geschichten, habe ich diese auf mehrere Blogartikel aufgeteilt:
- [Teil 1 – Einleitung: dieser Artikel]
- Teil 2 – Vampirgeschichten 1800 bis 1819: zum Blogartikel
- Teil 3 – Vampirgeschichten 1820 bis 1824: zum Blogartikel
- Teil 4 – Vampirgeschichten 1825 bis 1829: zum Blogartikel
- Teil 5 – Vampirgeschichten 1830 bis 1839: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 6 – Vampirgeschichten 1840 bis 1849: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 7 – Vampirgeschichten 1850 bis 1859: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 8 – Vampirgeschichten 1860 bis 1869: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 9 – Vampirgeschichten 1870 bis 1879: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 10 – Vampirgeschichten 1880 bis 1884: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 11 – Vampirgeschichten 1885 bis 1889: [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 12 – Vampirgeschichten 1890 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 13 – Vampirgeschichten 1891 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 14 – Vampirgeschichten 1892 und 1893 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 15 – Vampirgeschichten 1894 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 16 – Vampirgeschichten 1895 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 17 – Vampirgeschichten 1896 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 18 – Vampirgeschichten 1897 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 19 – Vampirgeschichten 1898 [Erstellung noch in Arbeit]
- Teil 20 – Vampirgeschichten 1899 [Erstellung noch in Arbeit]
III. Lust, über den Blogartikel zu reden?
Wenn du Lust hast, über diese Blogartikel zu reden, schreib mich einfach auf Social Media an. Egal ob per DM, in den Kommentaren zu einem meiner Beiträge oder als dein eigener Beitrag (tagg‘ mich einfach, damit ich ihn nicht überseh‘) – ich freu mich schon auf die Diskussion. Du findest mich auf Instagram (https://www.instagram.com/domi.caella_schreibt/) und Mastodon (https://literatur.social/@domi_caella_vampirautorin).

Lust auf mehr Vampire?
Wenn du schon mal auf meinem Blog bist, schau dich doch um, was es hier sonst noch so zu entdecken gibt:
- unter „Buchrezensionen“ findest du meine Rezensionen zu Vampirbüchern (neueste zuerst; eine alphabetische Übersicht findest du hier), unter „Filmkritiken“ meine Vampirfilmkritiken (sortiert nach Bewertung oder Filmerscheinungsjahr) und unter „Spielerezensionen„ meine Rezensionen zu Vampirspielen (neueste zuerst).
- Blogartikel über Vampirmythologie findest du unter „Mythologie„, Blogartikel über Vampirklassiker unter „Vampirklassiker„.
- [unbezahlte Werbung] Meine Interviews mit Autor*innen, in denen diese ihre eigenen Vampirbücher vorstellen, findest du unter „Interviews„.
- [Eigenwerbung] Unter „Social Media“ erfährst du mehr über die Inhalte meiner Socialmedia-Accounts, unter „mein Vampirroman„ findest du Updates zu meinem Vampirroman in Arbeit und unter „vampirfreie Zone„ findest du meine vampirfreien Kurzgeschichten.
- Zurück zur Startseite geht es hier.
Domis Vampirblog – alles über Vampire
Fußnoten:
- zB Robert Southey, Thalaba the Destroyer (1801); John Stagg, The Vampyre (1810); Lord Byron, The Giaour (1813); Samuel Taylor Coleridge, Christabel (1816); John Keats, La belle dame sans merci (1820); John Keats, Lamia (1820); Henry Thomas Liddell, The Vampire Bride (1833); James Clerk Maxwell, The Vampyre (1845); Heinrich Heine, Helena (1852); Charles Baudelaire, Les Metamorphoses du Vampire (1857); Vasile Alecsandri, The Vampyre (Originaltitel: Strigoiul; 1886); Rudyard Kipling, The Vampire (1897). [↩]
- zB Silvestro die Palma: I Vampiri (1800); James Robinson Planché, The Vampire; or, The Bride of Isles (1820); Heinrich Ludwig Ritter, Der Vampyr oder die Todten-Braut (1822); Friederike Ellmenreich, Der Vampyr (1827); Heinrich Marschner, Der Vampyr (1828); Cäsar Max Heigel: Der Vampyr – romantische Oper in drei Akten, nach Lord Byron’s Dichtung (1828); Peter Josef von Lindpaintner, Der Vampyr (1828); Algernon Charles Swinburne, Chastelard (1865). [↩]
- zB Emily Gerard: Death and Burial – Vampires and Were-Wolves (1888) [enthalten in der Anthologe “Dracula’s Guest: A Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories”, herausgegeben von Michael Sims, Bloomsbury (2011), S 279]. [↩]
- zB “La Guzla” von Propser Mérimée (1827): eine Sammlung von Gedichten, Liedern und anderen Texte, die angeblich Folklore aus Illyrien sind, sich im Nachhinein aber (größtenteils) als Fälschung herausstellten [https://en.wikipedia.org/wiki/La_Guzla (Stand: 2.6.2026)]. Die Sammlung enthält einen Auszug aus einer Ballade über einen Vampir (“la vampire”) und einen Text über Vampirismus inklusive Erzählungen über historische Fälle vermeintlichen Vampirismus (“sur le vampirisme”) [https://fr.wikisource.org/wiki/La_Guzla (Stand 3.6.2026)]. [↩]
- zB “The Book of Were-wolves” von Sabine Barin-Gould aus 1865. [In der Anthologie “Vampyres – A Literary Anthology” von Christopher Frayling, Thames & Hudson Ltd (2022), wird das Buch auf Seite 96 in der Übersicht über Vampire in Folklore, Prosa und Lyrik angeführt, da es darin u.a. auch über die “Blutgräfin” Elizabeth Báthory geht.]; F. S. Krauss: Vampyre im südslavischen Volksglauben, in Globus, Ixi (1892); W. Mannhardt, Über Vampirismus, in Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde, Vol IV, S 259 ff (1858); Alexander Friedrich Simon jun, Der Vampirismus im neunzehnten Jahrhundert, Hamburg (1831). [↩]
- zB „Vampires of New York“ von Clement Robbins aus 1831, welche in der Anthologie Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 999 als Vampirgeschichte angeführt wird (aber nicht enthalten ist), jedoch tatsächlich eine Streitschrift gegen Glücksspiel ist, in der die Glücksspielanbieter als „Vampire“ beschimpft werden. [↩]
- zB Heinrich August Ossenfelder, Der Vampir (1748); Gottfried August Bürger: Lenore (1774); Johann Wolfgang Goethe, Die Braut von Korinth (1797). [↩]
- Dieter Sturm/Klaus Völker, Von denen Vampiren, Suhrkamp Taschenbuch (1994), S 507 ff. [↩]
- Alle unter “Meine Ausgaben” bzw. “Meine Ausgaben und Sekundärliteratur” angeführten Bücher habe ich selbst gekauft oder ausgeborgt. Ich stehe mit Autor*innen, Herausgeber*innen und Verlagen dieser Bücher und der anderen allfällig genannten Bücher in keiner Beziehung und habe auch keinen Auftrag erhalten, sie hier zu nennen und erhalte keine Gegenleistung für das Nennen der Bücher. [↩]
- Das gilt natürlich nur für den Originaltext, nicht für Adaptionen, Übersetzungen, etc.; Manche Webseiten/Archive/Herausgeber, die die Texte online gratis zum Lesen zur Verfügung stellen, haben darüber hinaus eigene Lizenzbedingungen für die Nutzung der Texte. [↩]
