Die Vampirliteratur im 19. Jahrhundert – Teil 6: Vampirgeschichten 1840 bis 1848

Schwarz-Weiß-Foto eines Sarges, auf dem Knochen liegen

Inhaltsverzeichnis

  1. Wichtige Hinweise zu Beginn
  2. Vampirklassiker 1840 – 1848
  3. weitere Blogartikel der Reihe „Die Vampirliteratur im 19. Jahrhundert“
  4. Lust, über den Blogartikel zu reden?

1. Wichtige Hinweise zu Beginn

In Teil 1 (Einleitung) dieser Blogreihe erfährst du u.a.

  • nach welchen Kriterien ich die vorgestellten Geschichten ausgesucht, wie ich sie sortiert habe, und warum auch Geschichten in der Übersicht enthalten sind, in denen keine Vampire vorkommen,
  • was die Abkürzungen [V], [A], [X], [g] und [u] bedeuten,
  • welche Abschnitte spoilerfrei sind und in welchen du mit Inhalts-Spoilern rechnen musst,
  • warum das Nichtvorhandensein von Inhaltswarnungen nicht bedeutet, dass die Geschichten keine Triggerthemen beinhalten und mit welchen Problematiken du aufgrund des Alters der Geschichten rechnen musst, und
  • welche Texte ich aus welchen Gründen nicht in die Übersicht übernommen habe.

Falls du die Einleitung noch nicht gelesen hast, findest du sie hier.

Grafik eines geheimnisvollen Schlosses im Mondschein

2. Vampirklassiker 1840 – 1848

A. Bee: Zuverlein; or, The Prediction (April 1840) [V] [g]

Kurzinhalt:

Baron de Rerenvelt erzählt seiner Frau von einer alten Prophezeiung, die er von seinem Großvater gehört hat. Die beiden wissen nicht, wie sie den Inhalt der mysteriösen Prophezeiung deuten sollen. Drei Jahre später bittet Leonce, ein alter Freund des Barons, diesen, Graf Zuverlein, angeblich ein ebenso guter Freund von Leonce, vorübergehend Asyl zu gewähren. Der Baron kommt dem Wunsch nach. Kurz darauf häufen sich in der Umgebung unerklärliche Todesfälle.

Meine Ausgabe:

Die Geschichte ist auf Englisch in der Anthologie ”Night’s Black Agents” enthalten. 1 Im Vorwort geht der Herausgeber kurz auf die Geschichte ein, 2 im Anhang kurz auf die Erstveröffentlichung. 3

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Die Geschichte wurde 1840 unter dem Pseudonym “A. Bee” in der April-Ausgabe des Magazins “The Court Magazine and Monthly Critic, and Lady’s Magazine and Museum” veröffentlicht. 4

Wer hinter dem Pseudonym steckt, ist unbekannt. 5

Die Geschichte spielt in Deutschland. Der Vampir wird als “Vampir Dämon” bezeichnet und trinkt das Blut von Kindern.

Alexei Konstantinowitsch Tolstoi: Упырь (Upyr) (1841) [V] [g]

Kurzinhalt:

Runewskij lernt auf einem Ball eine junge Frau namens Dascha kennen und verliebt sich in sie. Warnungen eines Bekannten, Daschas Großmutter sei ein Vampir, verwirft er als Aberglauben und begleitet Dascha zum Landgut ihrer Großmutter. Dort kommt es nachts zu unheimlichen Ereignissen.

Meine Ausgabe und Sekundärliteratur:

Eine deutsche Übersetzung der Geschichte mit dem Titel “Der Vampir” findet sich in der Anthologie “Von denen Vampiren”. 6

Die Geschichte wird in der Anthologie „The Vampire Archives“ als Beispiel für eine Vampirgeschichte angeführt, 7 ist in dieser aber nicht enthalten.

Im Buch “Das Vampir-Lexikon” wird Tolstoi zwar kurz angeführt, allerdings wird auf “Der Vampir” nur kurz mit einer polemischen Bemerkung zum Inhalt eingegangen. 8

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Tolstoi erzählt zwei Geschichten in einer. Neben der Geschichte um Runewskij und Daschas Familie erzählt Runewskijs Bekannter, der ihn zu Beginn der Geschichte vor Daschas Großmutter warnt, zu einem späteren Zeitpunkt von einer eigenen übernatürlichen Begegnung in Italien.

Die Geschichte wurde 1841 unter dem Pseudonym Krasnorogsky erstveröffentlicht. 9 Die Originalausgabe enthält einen Vermerk eines Zensors vom 15. Mai 1841, woraus sich ergibt, dass die Veröffentlichung frühestens nach diesem Datum erfolgt sein kann. 10

Edgar Allen Poe: Life in Death (April 1842) / The Oval Portrait [A] [g]

Kurzinhalt:

Ein Mann, der in einem verlassenen Schloss Zuflucht sucht, ist fasziniert vom Portrait einer schönen Frau.

Meine Sekundärliteratur:

Die Geschichte wird in folgenden beiden Anthologien als Beispiel für eine Vampirgeschichte angeführt, ist in diesen jedoch nicht enthalten:

  • In der Anthologie “Dracula’s Brethren” unter dem Titel “The Oval Portrait”. Als Veröffentlichungsjahr wird 1845 genannt. 11
  • In der Anthologie „The Vampire Archives“ unter dem Titel “Life in Death”. Als Veröffentlichungsjahr wird 1842 genannt. 12

Barger, der Herausgeber der Anthologie “The Best Vampire Stories 1800-1849”, hält es für zu weit hergeholt, die Geschichte als Vampirgeschichte zu interpretieren. 13

In „The Vampire Book“ geht Melton kurz auf Poes Leben ein. Er weist darauf hin, dass Poe nie eine ausdrückliche Vampirgeschichte geschrieben hat, aber manche seiner Geschichten vampirähnliche Elemente enthalten. 14 „The Oval Portrait“ wird als ein Beispiel für eine Geschichte von Poe, die als Geschichte mit Vampirmotiv interpretiert wird, genannt. 15

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

In der Geschichte kommt kein Vampir vor.

Der Mann, der im verlassenen Schloss Zuflucht sucht, dröhnt sich nachts mit Opium voll. Im Rausch beeindruckt ihn, wie lebensecht ein Portrait wirkt. Kurz hat er das Gefühl, das Gesicht einer lebenden Person zu sehen, führt dies aber auf die Wirkung des Opiums zurück. In einem Büchlein, in dem die Gemälde des Schlosses beschrieben sind, erfährt er die Geschichte hinter dem Bild: Ein junges Mädchen verliebte sich in einen Maler. Dieser wollte ein Portrait von ihr zeichnen. Das Mädchen kam seinem Wunsch nach. Die nächsten Wochen malte der Maler sie. Während das Werk Fortschritte machte, verschlechterte sich die Gesundheit des Mädchens immer mehr. Sie siechte regelrecht dahin, während sie Portrait saß. Als das Bild fertig war, war das Mädchen tot. Es wird durch die Geschichte somit angedeutet, dass das Bild die Lebensenergie des Mädchens aufgezehrt hat.

Die Geschichte wurde erstmals 1842 in einer längeren Fassung unter dem Titel “Life in Death” veröffentlicht und 1845 in einer kürzeren Fassung unter dem Titel “The Oval Portrait”. 16 Die Erstveröffentlichung 1842 erfolgt im Monat April. 17 Meine Kurzzusammenfassung bezieht sich auf die Version aus 1842.

Joseph Sheridan Le Fanu: Spalatro, from the notes of Fra Giacomo (März/April 1843) [A] [g]

Kurzinhalt:

In der Nacht vor seiner Exekution erzählt der berüchtigte Mörder Spalatro einem Priester von seinem Leben und übernatürlichen Begegnungen.

Meine Sekundärliteratur:

“The Vampire Book” enthält eine Biografie von Le Fanu 18 und geht an mehreren Stellen auf sein literarisches Schaffen, insbes. die Novelle “Carmilla”, ein.

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

In der Geschichte kommen als Nebenfiguren ein vermutlicher Untoter (es wird angedeutet, dass der Mann bereits mehrere hunderte Jahre lang ohne verändertes Äußeres auf der Erde wandelt) und der Geist einer Verstorbenen vor, welche Blut aus einem Glas trinken. Ob es sich um Vampire handelt, bleibt offen, Spalatro wird von diesen Wesen nicht ausgesaugt. Weitere anwesende Geister nehmen jedoch auf Spalatros Psyche Einfluss. Auf welche Weise dies genau geschieht, bleibt offen (Spaltro verliert in der entsprechenden Szene das Bewusstsein), er ist ab diesem Ereignis jedoch ein – wie er es nennt – Werkzeug Satans und beginnt in der Folge seine mörderische “Karriere”.

Die Veröffentlichung erfolgte 1843 anonym in der Zeitschrift “The Dublin University Magazine”, aufgeteilt auf zwei Teile. Teil 1 wurde im März 1843 veröffentlicht, Teil 2 im April 1843. 19

Karl Adolf von Wachsmann: Der Fremde (1844) [V] [g]

Kurzinhalt:

Ein österreichischer Adeliger reist mit Familienangehörigen und Freunden in die Karpaten, wo er ein Anwesen erworben hat. Auf der Hinreise wird die Gruppe von einem geheimnisvollen Fremden, Azzo, vor Wölfen gerettet. Azzo wird ein Freund der Familie und zeigt Interesse an Franziska, der Tochter des Adeligen. Kurz darauf erkrankt diese an einer mysteriösen Krankheit.

Meine Ausgaben und Sekundärliteratur:

Eine englische Übersetzung findet sich in folgenden Anthologien:

  • mit dem Titel “A Mysterious Stranger” in der Anthologie „Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories“. 20 Der Geschichte vorangestellt ist eine kurze Einleitung, in der kurz auf die Veröffentlichung und den Inhalt der Geschichte sowie deren möglichen Einfluss auf Stoker eingegangen wird. 21 Die Anthologie bezieht sich auf eine anonyme Veröffentlichung zu einem späteren Zeitpunkt. Wachsmanns Urheberschaft und die Veröffentlichung 1844 waren dem Herausgeber nicht bekannt.
  • mit dem Titel “A Mysterious Stranger” in der Anthologie „The Penguin Book of Vampire Stories“. 22 Der Geschichte vorangestellt ist eine extrem kurze Einleitung, in der kurz auf die Veröffentlichung und die Vampirdarstellung eingegangen wird. 23 Die Anthologie bezieht sich auf eine anonyme Veröffentlichung zu einem späteren Zeitpunkt. Wachsmanns Urheberschaft und die Veröffentlichung 1844 waren dem Herausgeber nicht bekannt.

Die Anthologie “Lasst die Toten ruhen” enthält eine Rückübersetzung der englischen Übersetzung in die deutsche Sprache, da dem Herausgeber die Existenz der deutschen Vorlage aus 1844 nicht bekannt war. 24 Der Geschichte vorangestellt ist eine kurze Einleitung über die anonyme Veröffentlichung der englischen Übersetzung der Geschichte, 25 ihr nachgestellt eine kurze Analyse der Geschichte. 26

Die Geschichte wird in der Anthologie „Vampyres“ als Beispiel für eine Vampirgeschichte angeführt, 27 ist in dieser aber nicht enthalten.

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Die Geschichte wurde 1844 erstveröffentlicht. 28 Die Veröffentlichung erfolgte in Wachmanns Sammelband “Erzählungen und Novellen”. 29

Die anonyme englische Übersetzung mit dem Titel “The Mysterious Stranger: A Tale” wurde im “Chambers’s Repository of Instructive and Amusing Tracts” erstveröffentlicht. 30 erstveröffentlicht. Das Internet-Archiv nennt als Veröffentlichungsdatum des “Chambers’s Repository of Instructive and Amusing Tracts” No. 4 1853, 31, in der Ausgabe selbst ist als Druckjahr 1854 angeführt. 32 Frayling nennt ebenfalls 1854 als Erstveröffentlichungsdatum. 33 In einem Blogartikel wird auf diese unterschiedlichen Angaben eingegangen. 34

Die englische Übersetzung enthält gegenüber dem deutschen Original Kürzungen sowie eine Änderung des Schauplatzes vom Krainer Gebirge in die Karpaten. 35 Ob darüber hinaus noch weitere Änderungen vorgenommen wurden, ist mir nicht bekannt, da ich nur die deutsche Original-Fassung gelesen und diese noch nicht mit der englischen Übersetzung verglichen habe.

In den Anthologien „Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories“, 36 „The Penguin Book of Vampire Stories“ 37 und “Lasst die Toten ruhen” 38 wird als Veröffentlichungsjahr der englischen Übersetzung fälschlicherweise 1860 angegeben. In einem Blogartikel wird auf dieses Missverständnis eingegangen. 39

Nathaniel Hawthorne: Rappacini’s Daughter (Dezember 1844) [X] [g]

Kurzinhalt:

Giovanni beobachtet aus dem Fenster seiner Herberge eine junge Frau, die scheinbar immun gegen giftige Pflanzen ist.

Meine Sekundärliteratur:

Die Geschichte wird in der Anthologie „The Vampire Archives“ als Beispiel für eine Vampirgeschichte angeführt, 40 ist in dieser aber nicht enthalten.

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

In der Geschichte kommt kein Vampir vor.

Dr. Rappaccini kreuzt giftige Pflanzen, um noch stärkere Gifte zu erschaffen. Seine eigene Tochter, Beatrice, ist Teil seines Experiments. Aufgrund seiner Experimente ist sie immun gegen jede noch so giftige Pflanze. Als Nebenwirkung dieser Gabe ist ihr Atem tödlich für alle Lebewesen. Damit sie nicht ihr Leben lang alleine bleibt, vergiftet der Doktor den Protagonisten, Giovanni, auf die selbe Weise wie seine Tochter, um so einen Gefährten für sie zu erschaffen, der selbst einen ebenso tödlichen Atem hat, aber dafür ihren Atem – und sie seinen Atem – überlebt. Ein Gegengift, mit welchem Giovanni Beatrice retten möchte, bringt ihr schließlich den Tod.

Die Geschichte wurde Dezember 1844 im Magazin “United States Magazine and Democratic Review” erstveröffentlicht. 41

Anonym: The Vampire of Vourla (1845) [V] [g]

Kurzinhalt:

Ein Matrose will herausfinden, warum sein Lieutenant jede Nacht das Schiff verlässt und zu Sonnenaufgang blasser und kränklicher als zuvor zurückkehrt.

Meine Ausgabe:

Die Geschichte ist auf Englisch in der Anthologie “The Vampire of Vourla“ enthalten. 42 Der Geschichte vorangestellt ist eine kurze Einleitung über die Veröffentlichung, den Inhalt und den Griechenlandbezug der Geschichte. 43

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Die Vampirin wird ausdrücklich als Vampir bezeichnet. Sie meidet das Sonnenlicht und kann sich in eine Fledermaus verwandeln. Es handelt sich um eine humorvolle Geschichte.

Die Erstveröffentlichung erfolgte anonym im “The Chaplet: An Elegant Literary Miscellany“. 44 Álvaro nennt als Veröffentlichungsjahr 1845.45. Hogg hält eine frühere Erstveröffentlichung Ende 1844 für möglich, konnte dies jedoch noch nicht verifizieren, 46.

James Malcolm Rymer (?): Varney the Vampire; or, the Feast of Blood (1845-1847) [V] [u]

Kurzinhalt:

Ein Vampir namens Sir Francis Varney bereitet einer menschlichen Familie Ärger. 47

Meine Ausgabe und Sekundärliteratur:

In folgenden Anthologien sind Auszüge der Geschichte auf Englisch enthalten:

  • Das 1. Kapitel ist in der Anthologie  „Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories“ enthalten. 48 Dem Kapitel vorangestellt ist eine kurze Einleitung, in der kurz auf die ursprünglich falsche Zuschreibung der Geschichte zu Thomas Pecket Prest und die Veröffentlichung der Geschichte eingegangen wird. 49
  • Die Anthologie „The Penguin Book of Vampire Stories“ enthält die Kapitel 1 und 2. 50 Der Geschichte vorangestellt ist eine kurze Einleitung über den Autor, die Veröffentlichung der Geschichte und die Darstellung des Vampirs in dieser sowie dessen Einfluss auf spätere Vampirgeschichten. 51
  • Auszüge aus der Geschichte sind auch in der Anthologie “Vampyres” enthalten. 52 Den Auszügen vorangestellt ist eine kurze Einleitung über Veröffentlichung und Bedeutung der Geschichte. 53

In “Das Vampir-Lexikon” geht der Autor kurz auf die “Penny Dreadful” genannten Hefte, in denen “Varney the Vampire” veröffentlicht wurde, die falsche Zuschreibung zu Prest sowie den Inhalt der Fortsetzungsgeschichte ein. 54

“The Vampire Book” enthält eine Biografie von Rymer 55 und geht an mehreren Stellen auf auf “Varney the Vampyre” ein. 56

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Es handelt sich um eine Fortsetzungsgeschichte, die zwischen 1845 und 1847 in wöchentlichen Zeitschriften veröffentlicht wurde (“Penny Dreadful”). 57 Insgesamt umfasst die Geschichte über 800 Seiten, die aufgeteilt auf 109 Teile erschienen sind. 58

Die Geschichte wurde ursprünglich anonym veröffentlicht. Die Urheberschaft ist nach wie vor nicht zu 100% geklärt. 59 Nachdem zuerst Thomas Peckett Prest als Autor angenommen wurde, 60 sowie in der Folge eine Co-Autorenschaft zwischen Prest und Rymer, 61 wird heute davon ausgegangen, dass wahrscheinlich Rymer der Autor bzw. Hauptautor ist. 62

James Kirke Paulding: The Vroucolacas: a Tale (Juni 1846) [V] [g]

Kurzinhalt:

Florentina verliebt sich in Miquelachi, doch ihr Vater will die Beziehung unterbinden. Zeitgleich kehrt ein toter Krimineller als Vampir zurück und sorgt für Unruhe im Ort.

Meine Ausgabe und Sekundärliteratur:

Die Geschichte ist auf Englisch in der Anthologie “The Vampire of Vourla” 63 enthalten. Der Geschichte vorangestellt ist eine kurze Einleitung, in der auf den Autor sowie Veröffentlichung und Griechenlandbezüge der Geschichte eingegangen wird. 64

In folgenden Anthologien wird “The Vroucolacas: A Tale” als Beispiel für eine Vampirgeschichte angeführt, ist in diesen jedoch nicht enthalten

  • in der Anthologie “Dracula’s Brethren” 65
  • in der Anthologie „The Vampire Archives“ 66

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

Die satirische Geschichte spielt in Candia (heute: Iraklio, Griechenland). Ein Vroucolacas wird in der Geschichte als Dämon beschrieben, der einen toten Körper in Besitz nimmt. Wenn ein Christ kein christliches Begräbnis erhält, steht die Chance 1 zu 10, dass er als Vroucolacas zurückkehrt.

Die Geschichte deutet an, dass die Rückkehr des Vroucolacas von Miquelachi inszeniert wurde, um Florentina heiraten zu können (der Vroucolacas droht damit, so lange Unruhe zu stiften, bis Miqualachi und Florentina verheiratet sind).

Erstveröffentlicht wurde “The Vroucolacas: A tale” im Juni 1846 im “Graham’s Magazine”. 67

William Henry Giles Kingston: The Bruxa, a Legend of Portugal (1846) [V] [g]

Kurzinhalt:

Pedro beleidigt Josefa, die Tante seiner Frau Maria, ohne zu wissen, dass Josefa eine Bruxa ist. Diese schwört Rache.

Meine Ausgabe:

Die Geschichte ist in der Anthologie ”Night’s Black Agents” 68 enthalten. Im Vorwort geht der Herausgeber kurz auf die Geschichte ein. 69 Der Anhang enthält eine kurze Biografie von Kingston. 70

Anmerkungen (enthalten Spoiler):

In der Geschichte geht es nicht um einen Vampir, sondern um eine Bruxa, eine Hexe mit vampirischen Eigenschaften. Die Bruxa (portugiesisch für Hexe) stammt aus der portugiesischen Mythologie. 71

Als Rache für die Beleidigung beschließt Josefa, Pedros Familie zu zerstören. Sie überlistet Maria dazu, eine Zweitehe mit Satan einzugehen. Durch die  satanische Vermählung wird Maria ebenfalls eine Bruxa. Von nun an feiert Maria nachts gemeinsam mit Satan, weiteren Dämonen und anderen Bruxas Orgien. Sie kann sich in eine Mischung aus Vogel und Fledermaus verwandeln, fliegt in dieser Gestalt nachts zu ihrer Familie und tötet – unter dämonischem Einfluss, dem sie sich nicht entziehen kann – der Reihe nach die gemeinsamen Kinder von ihr und Pedro, indem sie ihnen das Blut aussaugt.

Die Geschichte wurde 1846 im „Ainsworth’s Magazine: A Miscellany of Romance“ erstveröffentlicht. 72

Schwarz-Weiß Bild eines nebelverhangenen Friedhofs

3. weitere Blogartikel der Reihe „Die Vampirliteratur im 19. Jahrhundert“

  • Teil 1 – Einleitung: zum Blogartikel
  • Teil 2 – Vampirgeschichten 1800 bis 1819: zum Blogartikel
  • Teil 3 – Vampirgeschichten 1820 bis 1824: zum Blogartikel
  • Teil 4 – Vampirgeschichten 1825 bis 1829: zum Blogartikel
  • Teil 5 – Vampirgeschichten 1830 bis 1839: zum Blogartikel
  • [Teil 6 – Vampirgeschichten 1840 bis 1848: dieser Artikel]
  • Teil 7 – Vampirgeschichten 1849 bis 1859: zum Blogartikel
  • Teil 8 – Vampirgeschichten 1860 bis 1869: [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 9 – Vampirgeschichten 1870 bis 1879: [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 10 – Vampirgeschichten 1880 bis 1884: [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 11 – Vampirgeschichten 1885 bis 1889: [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 12 – Vampirgeschichten 1890 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 13 – Vampirgeschichten 1891 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 14 – Vampirgeschichten 1892 und 1893 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 15 – Vampirgeschichten 1894 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 16 – Vampirgeschichten 1895 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 17 – Vampirgeschichten 1896 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 18 – Vampirgeschichten 1897 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 19 – Vampirgeschichten 1898 [Erstellung noch in Arbeit]
  • Teil 20 – Vampirgeschichten 1899 [Erstellung noch in Arbeit]
Bildausschnitt: Blut tropft aus einem blutigen Mund

4. Lust über den Blogartikel zu reden?

Wenn du Lust hast, über diese Blogartikel zu reden, schreib mich einfach auf Social Media an. Egal ob per DM, in den Kommentaren zu einem meiner Beiträge oder als dein eigener Beitrag (tagg‘ mich einfach, damit ich ihn nicht überseh‘) – ich freu mich schon auf die Diskussion. Du findest mich auf Instagram (https://www.instagram.com/domi.caella_schreibt/) und Mastodon (https://literatur.social/@domi_caella_vampirautorin).

Eine Vampirin zeigt ihre Zähne

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  • unter „Buchrezensionen“ findest du meine Rezensionen zu Vampirbüchern (neueste zuerst; eine alphabetische Übersicht findest du hier), unter „Filmkritikenmeine Vampirfilmkritiken (sortiert nach Bewertung oder Filmerscheinungsjahr) und unter Spielerezensionen meine Rezensionen zu Vampirspielen (neueste zuerst).
  • Meine Blogartikel über Vampirmythologie findest du unter Mythologie, meine Blogartikel über Vampirklassiker unter Vampirklassiker.
  • Meine Interviews mit Autor*innen, in denen diese ihre eigenen Vampirbücher vorstellen, findest du unter Interviews.
  • Unter „Social Media“ erfährst du mehr über die Inhalte meiner Socialmedia-Accounts, untermein Vampirroman findest du Updates zu meinem Vampirroman in Arbeit und unter vampirfreie Zone findest du meine vampirfreien Kurzgeschichten.
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Fußnoten:

  1. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 62 ff.[]
  2. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 13.[]
  3. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 259.[]
  4. The Court and Lady’s Magazine, monthly critic and museum. A Family Journal of original tales, reviews of literature, the fine arts, music, drama, fashions, &c.,&c. unter the distinguishes patronage of her Royal Highness the Duchess of Kent, April 1840.[]
  5. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 259. [verfiziert/Original].[]
  6. Dieter Sturm/Klaus Völker [Hrsg], Von denen Vampiren, Suhrkamp Taschenbuch 1994, S. 194 ff.[]
  7. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 1018.[]
  8. Erwin Jänsch, das Vampir Lexikon, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf (2000), S 315.[]
  9. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Vampire_%28novella%29 (Stand: 20.6.2026) [verfiziert/Original].[]
  10. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Vampire_(novella)#/media/File:The_Vampire_by_Tolstoy_1st_ed.jpg (Stand: 17.7.2026)  [verifiziert/Original].[]
  11. Richard Dalby/Brian J. Frost [Hrsg], Dracula’s Brethren, HarperCollinsPublishers (2017), S 3.[]
  12. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 994.[]
  13. Andrew Barger, The Best Vampire Stories 1800-1849, Bottletree Books LLC (2012) S. 4.[]
  14. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), S 531.[]
  15. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), S 531 f.[]
  16. https://de.wikipedia.org/wiki/Das_ovale_Portr%C3%A4t (Stand: 18.6.2026) [verfiziert/Original].[]
  17. https://www.eapoe.org/papers/misc1921/tplgc06b.htm (Stand: 17.7.2026; [verifiziert/Original].[]
  18. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), S 414 ff.[]
  19. Galiné, M. Spalatro and the remapping of the Irish Gothic Mode.pdf (academia.edu)  [verfiziert/Original].[]
  20. Michael Sims [Hrsg], Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories, Bloomsbury Publishing 2011, S 198 ff.[]
  21. Michael Sims [Hrsg], Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories, Bloomsbury Publishing 2011, S 194 f.[]
  22. Alan Ryan [Hrsg], The Penguin Book of Vampire Stories, Penguin Books (1988), S 36 ff.[]
  23. Alan Ryan [Hrsg], The Penguin Book of Vampire Stories, Penguin Books (1988), S 36.[]
  24. Oliver Kotowski [Hrsg], Lasst die Toten ruhen – deutsche Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert, Atlantis-Verlag (2012), S 316 ff.[]
  25. Oliver Kotowski [Hrsg], Lasst die Toten ruhen – deutsche Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert, Atlantis-Verlag (2012), S 315.[]
  26. Oliver Kotowski [Hrsg], Lasst die Toten ruhen – deutsche Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert, Atlantis-Verlag (2012), S 355 f.).[]
  27. Christopher Frayling, Vampyres – A Literary Anthology, Thames & Hudson Ltd (2022), S 92.[]
  28. Christopher Frayling, Vampyres – A Literary Anthology, Thames & Hudson Ltd (2022), S 92. [verifiziert/Original][]
  29. C. von Wachsmann, Erzählungen und Novellen, 3. Folge, 7. Band, Verlag von Carl Focke (Leipzig, 1844), S 121 ff. [verifiziert/Original].[]
  30. Chambers’s Repository of Instructive and Amusing Tracts, London & Edinburgh, William and Robert Chambers, VOL IV, S 62 ff. [verifiziert/Original].[]
  31. https://archive.org/details/chamberssreposit00cham/mode/2up (Stand: 18.7.2026).[]
  32. Chambers’s Repository of Instructive and Amusing Tracts, London & Edinburgh, William and Robert Chambers, VOL IV [verifiziert/Original].[]
  33. Christopher Frayling, Vampyres – A Literary Anthology, Thames & Hudson Ltd (2022), S 92.[]
  34. https://taliesinttlg.blogspot.com/2015/03/interesting-shorts-mysterious-stranger.html (Stand: 18.7.2026).[]
  35. https://moonmausoleum.com/the-mysterious-stranger-der-fremde-by-karl-von-wachsmann/ (Stand: 18.7.2026).[]
  36. Michael Sims [Hrsg], Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories, Bloomsbury Publishing 2011, S 194.[]
  37. Alan Ryan [Hrsg], The Penguin Book of Vampire Stories, Penguin Books (1988), S 36.[]
  38. Oliver Kotowski [Hrsg], Lasst die Toten ruhen – deutsche Vampirgeschichten aus dem 19. Jahrhundert, Atlantis-Verlag (2012), S 315.[]
  39. https://taliesinttlg.blogspot.com/2015/03/interesting-shorts-mysterious-stranger.html  (Stand: 18.7.2026).[]
  40. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 960.[]
  41. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 960. [verifiziert/Original].[]
  42. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 99 ff.[]
  43. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 98 f.[]
  44. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 98.[verifiziert/Original][]
  45. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 98.[]
  46. Anthony Hogg, Publication Date of „The Vampire of Vourla“, in Journal of Vampire Studies, Volume 3, Vampire Studies Association (2023), S 90–99.[]
  47. https://en.wikipedia.org/wiki/Varney_the_Vampire (Stand: 15.5.2026).[]
  48. Michael Sims [Hrsg], Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories, Bloomsbury Publishing 2011, S 170 ff.[]
  49. Michael Sims [Hrsg], Dracula’s Guest – a Connoisseur’s Collection of Victorian Vampire Stories, Bloomsbury Publishing 2011, S 168 f.[]
  50. Alan Ryan [Hrsg], The Penguin Book of Vampire Stories, Penguin Books (1988), S 26 ff.[]
  51. Alan Ryan [Hrsg], The Penguin Book of Vampire Stories, Penguin Books (1988), S 25.[]
  52. Christopher Frayling, Vampires: A Literary Anthology, Thames & Hudson Ltd (2022), S 214 ff.[]
  53. Christopher Frayling, Vampires: A Literary Anthology, Thames & Hudson Ltd (2022), S 212 f.[]
  54. Erwin Jänsch, das Vampir Lexikon, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., (2000), S 243 ff.[]
  55. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), S 598 f.[]
  56. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), zB S 780 ff.[]
  57. https://en.wikipedia.org/wiki/Varney_the_Vampire (Stand: 15.5.2026) [verifiziert/Sekundärliteratur].[]
  58. J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), zB S 780.[]
  59. https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/varney-vampyre-james-malcolm-rymer  (Stand: 28.5.2026).[]
  60. Erwin Jänsch, das Vampir Lexikon, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., (2000), S 243 f.[]
  61. https://en.wikipedia.org/wiki/Varney_the_Vampire (Stand: 28.5.2026).[]
  62. https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/varney-vampyre-james-malcolm-rymer  (Stand: 28.5.2026); J. Gordon Melton, The Vampire Book – the Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press (2011), zB S 780.[]
  63. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 118 ff.[]
  64. Álvaro García Marín [Hrsg], The Vampire of Vourla and other Greek Vampire Tales, 1819 – 1946, Valancourt Books, LLC (2024), S 117.[]
  65. Richard Dalby/Brian J. Frost [Hrsg], Dracula’s Brethren, HarperCollinsPublishers (2017), S 3.[]
  66. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 992.[]
  67. Otto Penzler [Hrsg], The Vampire Archives, Vintage Books (2009), S 992. [verifiziert/Original].[]
  68. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 82 ff.[]
  69. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 14.[]
  70. Night’s Black Agents – an Anthology of Vampire Fiction, edited by Daniel Corrick, Snuggly Books (2023), S 261 f.[]
  71. J. Gordon Melton, The Vampire Book – The Encyclopedia of the Undead, Visible Ink Press lLC (2011), S 81.[]
  72. Ainsworth’s Magazine: A Miscellany of Romance, General Literature and Art, edited by William Harrison Ainsworth, ESQ, VOL X, London 1846, S 421 ff. [verifiziert/Original].[]
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