
Übersicht
- Einleitung
- Interview
- Buchcover und Klappentext
- Internetauftritte des Autors
- Lust, über das Interview zu reden?
Einleitung
Ich habe online mittlerweile einige Autor*innen kennengelernt, die ebenfalls über Vampire schreiben – und zwar quer durch alle Genres. Manchmal spielen Vampire Hauptrollen, manchmal Nebenrollen. Hier auf meinem Blog stelle ich sie dir in Interviewform vor. Heute an der Reihe: Patrick Sieger, Autor von „Dunkel ist die Nacht – schwarze Schatten“ (Litego, 2026).
Eine Übersicht über alle Interviews findest du übrigens hier.
Interview mit Patrick Sieger vom 29. Mai 2026:
Wer bist du?
Ich bin Patrick und 52 Jahre jung.
Durch meinen erlernten Beruf als Grafikdesigner entstand meine Leidenschaft für gute Gedanken, starke Bilder und ruhige Momente in der Natur. All das spiegelt sich auch in meinen Worten wider. Es ist meine Leidenschaft die Bilder im Kopf auf Papier zu bringen.
Ich schreibe und lese gern, weil Worte nun mal genau das ausdrücken können, was einem wichtig ist und weil sie etwas bewirken können. Wenn ich nicht gerade schreibe, bin ich mit meiner Kamera unterwegs und suche nach dem passenden Blickwinkel, um das richtige Foto zu machen. Ich beobachte gern das Leben aus einer ruhigen Perspektive. Aufmerksam und oft mit einem kleinen Schmunzeln, wenn der Alltag seine Geschichten erzählt. Dabei ist oft Musik ein Muss. Jeder von uns hat seinen eigenen Soundtrack zum Leben. Ohne kann ich nicht.
Ich bin kein Mensch, der laut durch das Leben geht. Ich nehme mir lieber Zeit, höre zu und achte auf die kleinen Dinge, die man schnell übersehen kann. Details, die mir beim Schreiben helfen.
Beschreibe dein Buch “Dunkel ist die Nacht – schwarze Schatten” in einem Satz.
Dieser Roman erzählt im Kern die Geschichte über Licht und Schatten.
Unter welches Genre fällt dein Buch und an welche Leser*innen richtet es sich?
In diesem Buch trifft Dark Fantasy auf mittelalterliche Geschichte. Ergänzt wird das Ganze durch Mystery- und Thriller-Elemente.
Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die düstere und atmosphärische Geschichten mögen. Alle die gern in intensive und bildhafte Welten eintauchen. Welten in denen Gut und Böse verschwimmen und persönliche Schicksale im Mittelpunkt stehen.
Was macht dein Buch besonders?
Ich denke, die Besonderheit liegt darin, dass ich eine düstere und atmosphärische Welt erschaffen habe, in der die menschliche Perspektive in den Vordergrund gestellt wird. In der heutigen Zeit fragen wir uns doch sehr oft, wer wir sind und wohin unsere Reise gehen soll. Wir alle suchen nach einem Sinn. Und im Mittelalter war diese Frage ebenso vorhanden wie heute. Eine Frage, die nach Antworten verlangt.
Statt nur auf Action zu setzen, habe ich das Schicksal der Figuren in den Fokus gestellt. Meine Leser sollen ganz in diese Welt eintauchen und sie spüren können. Ich möchte, dass sie genau wissen, was in ihnen vorgeht. Jeden Gedanken, jedes Gefühl das meine Protagonisten durchleben.
Welche Rolle spielt der Vampir-Mythos in deiner Geschichte?
Es war keine klassische „Dracula-Geschichte“, die ich schreiben wollte. Solche Geschichten gibt es bereits sehr viele und die meisten davon sind richtig gut.
Meine Vampire stehen viel mehr als düstere Symbolik für das Böse. Etwas das in den Schatten lauert und kaum greifbar ist. Sie bewegen sich in der Dunkelheit und locken die Menschen in den Schatten.
Meine Geschichte greift typische Elemente des Vampirmythos auf, nutzt ihn aber vor allem als Metapher für die Schattenseite. Kurz gesagt, der Mythos steht im Buch für das unsichtbare, manipulative und zerstörerische Böse.
Deine Geschichte spielt in Heidelberg im Jahr 1174. Warum hast du dich für diese Zeit und das Gebiet entschieden?
Ich wollte einen Ort mit Geschichte. Mir war von Anfang an klar, dass mein Buch zu einer Zeit spielen soll, in dem die Menschen glaubten, was sie gesehen haben. Ohne wissenschaftliche Erklärungen. Das 12. Jahrhundert war eine Zeit, in der die Menschen um viel Macht und Gebiete stritten. Die perfekte Zeit, wo die Vampire (das Böse) ungesehen von den Menschen ihr Unwesen treiben konnten. Wenn man nur in das Licht sieht, erkennt man nicht, was in der Dunkelheit haust.
Ich bin sehr viel in Deutschland unterwegs. So konnte ich viele geschichtsträchtige Orte besuchen und Heidelberg war einer davon. Ein Ort der faszinierend wie schön ist. Mir war klar, dass Heidelberg der Anfang meiner Geschichte sein wird. Und viele weitere Orte kommen später noch hinzu. Passau, Köln, Bonn und Dresden. Freut euch darauf.
Sind die Schauplätze in deinem Roman alles reale Orte oder gibt es auch fiktive?
Tatsächlich ist es eine Mischung aus beidem. Einige Orte in meiner Geschichte haben real existiert. So zum Beispiel das Michaelskloster, dessen Ruinen man heute noch besuchen kann.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden reale Schauplätze mit fiktiven Orten und Elementen zu verbinden. Dadurch konnte ich historische Orte als Grundlage nutzen und sie um erfundene Gegebenheiten erweitern.
Mir war dabei wichtig, mich nicht strikt an historische Vorgabe zu halten, sondern meiner künstlerischen Freiheit den Raum zu geben, den diese Geschichte braucht.
Wie wichtig ist die historische Authentizität und wobei nimmst du dir Freiheiten?
Es gibt einige Figuren, die tatsächlich zu dieser Zeit gelebt haben. Sie werden jedoch nur am Rande erwähnt, um dem Leser das Gefühl zu geben, dass die Geschichte in dieser Epoche spielt und in einen realen zeitlichen Rahmen eingebettet ist.
Meine Hauptcharaktere hingegen sind frei erfunden.
Was das Leben in dieser Zeit betrifft, habe ich versucht, möglichst genau zu arbeiten. Gleichzeitig habe ich mir aber auch hier künstlerische Freiheiten erlaubt. Die Arbeit der Bauern auf den Feldern, Händler oder die Rolle der Kirche sind jedoch größtenteils so dargestellt, wie es historisch überliefert wurde.
Ich habe versucht die Kleidung, die Nahrung und die alltäglichen Gewohnheiten aus dem 12. Jahrhundert möglichst authentisch widerzuspiegeln.
Wie hast du zum Leben im Jahr 1174 in Deutschland recherchiert?
Ich habe alles genutzt, worauf ich zugreifen konnte. Dokumentationen, Podcasts, Bücher und das Internet. Ich habe viel über das Mittelalter gelesen, wie es mir möglich war.
Außerdem habe ich persönliche Gespräche mit Menschen geführt, die viel über diese Zeit wissen. Um ein einheitliches Bild zu erschaffen, ist es unabdingbar zu recherchieren. Nur so war es mir möglich eine bildhaft geschriebene Welt zu erschaffen.
Was fasziniert dich an Vampiren?
Das ist eine sehr gute Frage.
Ich denke, weil sie zum einen unsterblich sind. Die Vorstellung, dem Tod zu entkommen ist eine Sache, die viele beschäftigt. Wenn gleich es dafür einen hohen Preis gibt. Mich fasziniert daran die Mischung aus Wunsch und Schrecken dieser Wesen.
Dazu fasziniert mich die Ambivalenz zwischen Mensch und Monster. Sie sind ja nicht alle böse, sondern auch verführerisch, intelligent, aber auch tragisch. Genau dieses „Zwischen den Welten stehen“ macht sie für mich so interessant. Das ist es warum ich über sie geschrieben habe. Sie spiegeln menschliche Seiten wie Begierde, Macht, Einsamkeit und wenn es ganz schlimm kommt Kontrollverlust wider.
Hinzu kommt noch ihre Stärke. Ihre Macht, was Körper und Geist angeht. Die Manipulation des menschlichen Geistes ist eine Waffe.
Sie sind gefährlich, aber in vielen Geschichten sicher erlebbar. Man kann sich gruseln, ohne wirklich bedroht zu sein. Ich denke darüber immer so:
„Die Bücher über Vampire sind wie ein Albtraum, den man freiwillig betritt.“
Was sind deine Lieblingsvampirbücher?
Tatsächlich gibt es ein Buch, das mich inspiriert und gefesselt hat.
Interview mit einem Vampir.1
Ein großartiges Buch, eine großartige Geschichte und man fragt sich beim Lesen, kann es das wirklich geben? Ich glaube, ich habe noch nie so schnell ein Buch ausgelesen wie dieses.
Was sind deine Lieblings Vampirfilme?
Da gibt es so viele. Die kann ich gar nicht aufzählen.
Ich habe viele Vampirfilme gesehen und so viele finde ich richtig gut. Ganz vorne steht aber immer noch Dracula.2 Und damit meine ich den alten Film mit Christopher Lee. Der einzig wahre Dracula für mich. Ich weiß genau, wie mich diese Geschichte gepackt hat.
Aber auch Filme wie Blade3, Underworld4, Interview mit einem Vampir5 (wobei das Buch besser ist), Nosferatu6 und ich weiß, das jetzt viele mit den Augen rollen, From Dusk Till Dawn7 gehören dazu. Es sind alles Filme, die mich nicht nur gegruselt, sondern auch gut unterhalten haben.
Buchcover und Klappentext von „Dunkel ist die Nacht – schwarze Schatten“ (Litego, 2026):

Klappentext:
In einer schicksalhaften Nacht verändert ein brutaler Überfall das Leben der Brüder Oliver, Wilhelm und Gabriel für immer. Während die meisten Dorfbewohner den mysteriösen Angreifern zum Opfer fallen, werden die drei Brüder auf unterschiedliche Pfade geworfen. Oliver findet Zuflucht bei einem geheimnisvollen Ritter und schließt sich dessen Kampf gegen die Schatten an. Wilhelm verschwindet spurlos. Gabriel entkommt, trägt aber eine verräterische Wunde davon. Bald muss jeder der Brüder sich seinem eigenen Schicksal stellen. Doch was ist das Geheimnis hinter den Angriffen – und wird es die Brüder zusammenführen oder für immer entzweien?
[Veröffentlichung von Buchcover und Klappentext mit Genehmigung von Patrick Sieger]
Hier findest du Patrick Sieger online:
Website: https://www.dunkel-ist-die-nacht.de/
Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Patrick-Sieger/Dunkel-ist-die-Nacht-22907414127-w/
Instagram: https://www.instagram.com/patricksieger.autor
Tiktok: https://www.tiktok.com/@dunkel.ist.die.nacht
Litego: https://litego.de/books/9783991590903
Lust, über das Interview zu reden?
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Fußnoten:
- Anne O’Brien Rice, “Interview mit einem Vampir” (1976). Meine Rezension zum Buch findest du hier. ↩︎
- „Dracula“: Regie: Terence Fisher (GB 1958); meine Filmkritik findest du hier ↩︎
- „Blade“: Regie: Stephen Norrington (USA 1998). Meine Filmkritik findest du hier. ↩︎
- „Underworld“ (USA 2003; Regie: Len Wiseman). Meine Kritik zum Film findest du hier. ↩︎
- “Interview mit einem Vampir”, Regie: Neil Jordan (USA 1994); meine Filmkritik findest du hier. ↩︎
- „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“, Regie: F:W. Murnau (D 1922). Meine Filmkritik findest du hier. ↩︎
- “From Dusk till Dawn”: Regie: Robert Rodriguez (USA 1996), meine Kritik zum Film findest du hier. ↩︎
Lust auf mehr Vampire?
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- Unter „Buchrezensionen“ findest du meine Rezensionen zu Vampirbüchern (neueste zuerst; eine alphabetische Übersicht findest du hier), unter „Filmkritiken“ meine Vampirfilmkritiken (sortiert nach Bewertung oder Filmerscheinungsjahr) und unter „Spielerezensionen„ meine Rezensionen zu Vampirspielen (neueste zuerst).
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