Übersicht
Buchdaten
Titel: Brennen muss Salem
Originaltitel: Salem’s lot
Autor: Stephen King © 1975
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag 2005 (deutsche Übersetzung: © 1995 Zsolnay Verlag GmbH)
Sprache: deutsche Übersetzung des englischen Originals
Seitenanzahl: 639 (Taschenbuch)
Genre: Horror
Wo ist das Buch erhältlich? Im regulären Buchhandel
Auf der Website des Verlages siehst du das Cover & findest auch eine Leseprobe:
https://www.penguin.de/buecher/stephen-king-brennen-muss-salem/taschenbuch/9783453441088
Kurzinhalt
Schriftsteller Ben Mears kehrt in seine Heimat, die Kleinstadt Salem’s Lot, zurück, um ein Buch über ein dort befindliches Haus zu schreiben, das seit dem mysteriösen Tod seines Besitzers seit Jahrzehnten leer steht. Doch bald ist die Fertigstellung seines Buches sein geringstes Problem: Ein Vampir treibt in der Stadt sein Unwesen!
Meine Meinung zum Buch
Es dauert etwas, bis die Geschichte richtig ins Rollen gelangt.
Schon der Prolog ist etwas zu lang geraten. Auch auf den ersten paar Hundert Seiten der eigentlichen Geschichte verbringt King zu viel Zeit damit, Landschaft und Stadtgeschichte sowie Alltag und Lebensgeschichte von gefühlt jedem Einwohner im Detail zu beschreiben.
Der Vorteil dieser ausschweifenden Erzählweise ist, dass man ein sehr gutes Bild von den Einwohnern bekommt. Es fühlt sich so an, als ob man die Leute persönlich kennt und schon selbst mal in Salem’s Lot war. Obwohl die wenigsten Figuren Sympathieträger sind, kann man sich in sie einfühlen. Das Beschreiben des Kleinstadtlebens und das Einhauchen von Leben in die Charaktere ist eindeutig eine von Kings Stärken.
Der Nachteil dieser ganzen Detailbeschreibungen ist jedoch, dass sie der Geschichte das Tempo nehmen. Obwohl das Unheimliche schon zuvor langsam zu brodeln beginnt, dauert es weit über ein Drittel des Buches, bis echte Spannung aufkommt.
Nachdem die Ereignisse endlich ins Rollen geraten, geht es jedoch Schlag auf Schlag. Die Geschehnisse überschlagen sich und reißen den Leser bzw. die Leserin mit; Horrorstimmung und Spannung sind so hoch, wie ich es von einem Stephen King Buch erwarte und cannabis zum Ende aufrecht erhalten werden. Aufgelockert wird die Spannung zwischendurch durch humorvolle Bemerkungen.
Was mir gut gefällt, ist, dass die Erwachsenen selbst nach Vorliegen der ersten Beweise, nicht sofort an die Existenz von Vampiren glauben, sondern zunächst nach logischen Lösungen suchen.
Die Geschichte ist schon recht alt, was man ihr auch anmerkt. Einige Formulierungen sind sehr schlecht gealtert (zB viele homophobe Beschimpfungen) und der Umgang mit ein paar problematischen Themen (zB häusliche Gewalt, Prostitution Minderjähriger) ist sehr salopp.
Obwohl die Menschen sterben wie die Fliegen, kommt explizite Gewalt verhältnismäßig selten vor. In vielen – aber nicht allen – Fällen wird zu Beginn der Gewaltszenen weggeblendet.
Fazit: Es dauert recht lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt, doch wenn es dann soweit ist, erwartet Leser*innen traditionelle Vampirhorrorspannung vom Feinsten.

Inhaltswarnungen
Hinweis: Die von mir angeführten Inhaltswarnungen sind nicht abschließend. Wenn es über die angeführten Thematiken andere Themen gibt, die dich triggern, erkundige dich bitte stets vor dem Lesen, ob diese Inhalte in den von mir vorgestellten Büchern vorkommen.
Inhaltswarnung [zum Anzeigen mit der Maus markieren]: Ermordung von Kindern/Babys; Vergewaltigung, Pädophilie und Prostitution Minderjähriger werden erwähnt aber nicht beschrieben
Hinweis zur Rezension
Ich habe meine Ausgabe des Buches selbst gekauft und ich erhalte keinerlei Gegenleistung für diese Rezension. Ich habe keinen Auftrag zur Rezensionserstellung erhalten und habe keine Kooperation mit Autor oder Verlag und stehe mit diesen auch in sonst keiner Verbindung.
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